Aufgrund eines Vorschlages der Arbeitgeberseite gibt es seit einiger Zeit heftige Diskussionen über die Neugestaltung des Lehrberufes Buchbinder/Buchbinderin.

Dazu die aktuellen Informationen:

Das aktuelle Berufsbild aus dem Jahr 1979 (!) ist völlig überaltert und muss dringend neu gestaltet werden.

Der Vorschlag der Arbeitgeber sieht ein modulares Modell mit neuen verschiedenen Möglichkeiten und eine optionale Lehrzeit zwischen drei und vier Jahren vor.

Der ursprüngliche Gegenvorschlag von Gewerkschaft und Arbeiterkammer sah vor, dass der klassische Lehrberuf 'BuchbinderIn' modernisiert und als Kunsthandwerk erhalten bleibt. Daneben sollte es einen verwandten Beruf EndvertigungstechikerIn geben. Das hätte die Möglichkeit der Qualifizierung aller in der Endstufe beschäftigten ArbeitnehmerInnen und die Chance für eine FachrbeiterInnenabschluss für diese Zielgruppe ergeben.

Nach längeren Gesprächen wurde vereinbart, dass beide Seiten sich zu einer modularen Ausbildung in diesem Beruf bekennen und weiters wurde vereinbart, dass in diese Richtung weiter verhandelt wird.

Leider ist beim letzten Gespräch kein einziger Vorschlag von uns diskutiert, geschweige den angenommen worden. Die Verhandlungen sind daher momentan unterbrochen.

Wir bekennen uns nach wie vor zu einer gemeinsamen Lösung. Diese muss aber im Interesse der Lehrlinge und ArbeitnehmerInnen sein!

Wir verlangen:

  • einen gültigen Kollektivvertrag für alle Lehrjahre;
  • eine Regelung für die Übernahme der Internatskosten;
  • die Zusammenfassung der Module zu einem einzigen Endfertigungsberuf,
  • eine Sicherung des Wiener Berufsschulstandortes;
  • die Möglichkeit zur erleichterten Nachqualifikation für die im Beruf tätigen ArbeitnehmerInnen;

Über die weiteren Schritte werden wir laufend informieren, ein neuer Verhandlungstermin der SozialpartnerInnen ist momentan nicht in Sicht.